Durchgängige Modellierung von prozessorientierten Anwendungen mit BPMN 2.0

Schmitzl, Jochen (2010) Durchgängige Modellierung von prozessorientierten Anwendungen mit BPMN 2.0. Masters thesis, Universität Ulm.

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Abstract

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Arbeitsabläufe ständig kontrollieren und verbessern. Dazu werden die Abläufe in Geschäftsprozessmodellen festgehalten. Diese werden anschließend analysiert und optimiert, mit der Zielsetzung Liege- und Bearbeitungszeiten zu verkürzen und die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen. Eine weitere Verbesserung der Produktivität kann durch eine Unterstützung des Arbeitsablaufes durch IT-Systeme erreicht werden. Dazu wird das Prozessmodell weiter detailliert und formalisiert und in einem weiteren Schritt implementiert. Dabei werden zunehmend serviceorientierte Architekturen verwendet. Diese bilden Geschäftsprozesse mittels lose gekoppelter Einheiten (Services) ab. Ziel dieser Entkopplung ist es, die Flexibilität zu erhöhen. Teile des Geschäftsprozesses (Services) sollen in einem anderen Umfeld wiederverwendet werden können, um so Kosten zu sparen. Die Modellierung des Geschäftsprozesses wird zu Beginn durch die Fachabteilung durchgeführt. Diese modelliert den Geschäftsprozess grob, ohne auf jedes Detail einzugehen. Dazu verwenden sie eine möglichst einfach verständliche Notation. Um den Geschäftsprozess durch IT-Systeme ausführen zu können, wird er anschließend von der IT-Abteilung detailliert und formalisiert. Dazu wird eine formale Notation benötigt. Die Modellierung sollte möglichst durchgängig gestaltet werden. Durchgängig heißt die Verwendung einer einheitlichen Notation, um eine Wiederverwendung der Modelle zu erreichen und die Kommunikation zwischen Fach- und IT-Abteilung zu verbessern. Die von der Fachabteilung erstellten Modelle können bei einer durchgängigen Modellierung direkt von der IT-Abteilung übernommen und formalisiert werden. Bei der Modellierung eines Geschäftsprozesses müssen neben dem Ablauf der Arbeitsschritte noch weitere Informationen, wie etwa beteiligte Personen oder verwendete und generierte Daten, abgebildet werden. In der vorliegenden Arbeit werden Ansätze zur durchgängigen Modellierung entwickelt und bewertet. Es werden Ansätze zur fachlichen Modellierung von Bearbeiterzuordnung, Daten, Ausnahmen und Flexibilitätsstellen im Prozessmodell entwickelt. Die Ansätze werden bewertet und jeweils ein Ansatz ausgewählt. Es wird gezeigt, wie die modellierten Informationen in einem weiteren Schritt detailliert und formalisiert werden können. Die Ansätze werden jeweils auf ihre Realisierbarkeit mittels der Business Process Model and Notation 2.0 (BPMN 2.0) geprüft. Die BPMN 2.0 ist eine neue Notation, die derzeit in einer Betaversion vorliegt. Sie wurde mit dem Ziel entwickelt, eine Notation zu schaffen, die so einfach ist, dass sie von der Fachabteilung verstanden wird. Gleichzeitig soll sie jedoch so formal sein, dass sie von der IT-Abteilung verwendet werden kann, um ein formales Modell des Geschäftsprozesses zu erstellen. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sie sich für eine durchgängige Modellierung. In dieser Arbeit werden zudem vorhandene Werkzeuge evaluiert. Dabei wird untersucht, inwieweit die BPMN 2.0 bereits unterstützt wird und ob die vorgestellten Ansätze mit den Werkzeugen umgesetzt werden können.

Item Type: Thesis (Masters)
Subjects: DBIS Research > Master and Phd-Thesis
Divisions: Faculty of Engineering, Electronics and Computer Science > Institute of Databases and Informations Systems > DBIS Research and Teaching > DBIS Teaching > Internal Work
Depositing User: Ruediger Pryss
Date Deposited: 21 Oct 2010 14:26
Last Modified: 18 Aug 2012 20:40
URI: http://dbis.eprints.uni-ulm.de/id/eprint/696

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